Goodbye Service-Point

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Mein Texterinnenherz schlägt höher, seit ich gestern im Radio vernommen habe, dass die Bahn ihre Service-Points umbenennt. Counter heißen wieder Schalter. Auch Flyern, Hotlines und Service-Nummern wird der Garaus gemacht. Dass ich das noch erleben darf. Ich bin begeistert.
Viele KundInnen werden jetzt Angebote nutzen können, von deren Existenz sie bisher nichts geahnt haben. Bei Call-a-Bike wird von nun an der Zusatz „Das Mietfahrrad-Angebot“ für Aufklärung sorgen.
Bei einigen denglifizierten Mitarbeitern deutscher Unternehmen steht zu befürchten, dass sie bei der VHS nun einen Deutschkurs belegen müssen, um ihren Zug weiterhin zu finden, aber wo gehobelt wird, fallen eben Späne.
Bei der Bahn wird es sicherheitshalber weiterhin denglische Durchsagen geben, auch um 23 Uhr in der Regionalbahn aus Königs-Wusterhausen müssen wir auf: „Senk ju vor träwelling wis Deutsche Bahn“ also auch in Zukunft nicht verzichten.
Mich würde jetzt nur noch interessieren, was die Denglomanie insgesamt samt Rolle vor- und rückwärts gekostet hat?

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Freie Werbetexterin aus Berlin.

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