Astra langt daneben

Bild 26

Bisher habe ich mich immer über die Plakate von Astra gefreut, sie waren ein Paradebeispiel für fein gesetzte Ironie und die korrekte Ansprache des Prols in uns allen. Das aktuelle Motiv ist für mich allerdings ein echter Rohrkrepierer. In guter alter Sexisten-Manier kommen hier die Frauen auf Bestellung. Jungs, das ist Kommunikation aus dem letzten Jahrhundert. Wo ist denn da der Schalk, der sonst Astra Kampagnen auszeichnet? Auch aus geringem Abstand gesehen ist die Subline unleserlich und das ist selbstverständlich auch Absicht. Die plump-anbiedernde Erhöhung des männlichen Egos der Konsumenten als machtvolle Frauen-Besteller ist doch Schnee von gestern. Die weibliche Zielgruppe wird diese Kampagne hoffentlich honorieren und in Zukunft eines der Biere der Mitbewerber bestellen.

Über chio

Freie Werbetexterin aus Berlin.

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